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 Ayurveda

Ayurveda, oder "die Wissenschaft vom Leben", ist die älteste überlieferte Medizinlehre der Welt. Ihren Ursprung sehen die Wissenschaftler im alten Indien. Ayurveda breitet sich heute in allen Industrieländern aus und findet auch in Deutschland im Bereich der Naturheilkunde wachsende Nachfrage. Die ayurvedische Medizin führt die verschiedenen Gesundheitsstörungen auf das Ungleichgewicht der drei energetischen Grundkräfte (Doshas) Vata, Pitta und Kapha in unserem Körper zurück. Diese steuern unseren gesamten physischen Aufbau und sogar unsere geistigen Prozesse. Die drei Behandlungssäulen sind natürliche Heilmittel aus Kräutern, spezielle Ayurveda-Kost (auf den jeweiligen Grundtyp abgestimmt) und ayurvedischen Behandlungen. Besondere Behandlungserfolge u.a. bei Unruhezuständen, Schlafstörungen, Streß, Erschöpfungszuständen, Magen-Darmstörungen, chronischen Schmerzen, Gewichtsproblemen, Kreislaufbeschwerden.

Geheimnis Ayurveda
Ayurveda - das klingt nach einer geheimen Sekte, nach dunkler Magie oder gar nach Zauberei. Dabei ist Ayurveda nichts anderes als das älteste Heilkundesystem der Menschheit. Es stammt aus Indien und ist etwa 3000 Jahre alt: möglicherweise auch noch älter. Während sich Akupunktur und andere fernöstliche Methoden der Alternativmedizin bei uns schon längst durchgesetzt haben, ist Ayurveda in erster Linie nur im Ausland bekannt. In Deutschland gibt es einige Ayurvedakliniken und in Holland sogar eine Ayurvedauniversität sowie Ayurveda-Therapien auf Kassen-Kosten. In Österreich dagegen üben kaum 20 Ärzte diesen neuesten, höchst interessanten Zweig der alternativen Heilkunde aus.

WIE AYURVEDA ENTSTAND
Dabei ist, nach Ansicht vieler Medizinhistoriker, dieser Zweig die Wurzel aller Medizinsysteme der Welt: das "Wissen" (Veda) um die Vorgänge des "Lebens" (Ayu). Außerdem ist diese "sanfte" Kunst des Heilens durchaus erfolgreich. Ayurveda-Therapien eignen sich nicht nur zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung von Krankheiten, sondern sind auch bei vielen chronischen Beschwerden der "Königsweg" zu vollkommener Gesundheit: Etwa bei Migräne, Heuschnupfen, rheumatischen Erkrankungen, Asthma, und solchen des Bewegungsapparates gibt es gute und sehr gute Heilerfolge. Einst von der englischen Kolonialmacht verboten, ist Ayurveda im Stammland Indien heute längst nur noch auf einen kleinen Teil des ursprünglichen Heilkonzepts reduziert, nämlich auf die Pflanzenheilkunde. Das ursprüngliche Wissen schien als verschüttet, bis sich der 1911 geborene Seher und Begründer der "Transzendentalen Meditation", Maharishi Mahesh Yogi, der Sache annahm. Mit Hilfe von vielen Spezialisten gelang es ihm, die Jahrtausende alten vedischen Texte zu überprüfen und zu systematisieren. In den siebziger Jahren initiierte er einen Dialog zwischen westlichen und indischen Medizinern, der die Wirksamkeit das alten indischen Verfahrens auch in den Industrieländern auf die Probe stellen sollte. Und schon 1984 hatten amerikanische Ärzte die erste Ayurveda-Klinik in den USA aufgebaut. In Europa wurde die erste Klinik zwei Jahre später eröffnet.

DIE DREI GRUNDPRINZIPEN
"In unserer Medizin", sagt der Wiener Praktische Arzt Walter Mölk, der als erster Österreicher seit 1986 eine Ayurvedapraxis führt, "steht der Mensch im Mittelpunkt. Als untrennbare Einheit aus Geist, Seele und Körper, die im Universum eingebettet ist." Nach herrschender Ansicht wird die gesamte Natur durch die fünf Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde bestimmt. Das Zusammenspiel der fünf Elemente erzeugt drei Grundkräfte, die "Doshas" genannt werden: Vata, Pitta und Kapha. Diese drei Grundprinzipien haben bestimmte Wesensmerkmale, die auf den ganzen Menschen, ja sogar auf Landschaften, Pflanzen und Tiere übertragbar sind. Selbst das Jahr und der Tag lassen sich in drei Abschnitte einteilen. Dasselbe gilt übrigens für das menschliche Lebensalter: Die Kindheit - bis etwa 20 Jahre - wird der Kapha-Zeit zugerechnet, die Jugend - die ayurvedisch gerechnet bis ungefähr 60 Jahre währt - dem Pitta-Prinzip, und das Alter ist eine Vata-Zeit. Gebildet aus den Elementen Luft und Raum ist Vata das allgemeine Bewegungsprinzip. Pitta, aus den Elementen Feuer und Wasser, ist das "Verdauungsfeuer" im Körper. Und Kapha, gebildet aus Wasser und Erde, gibt dem Körper die Struktur. Zudem ist es für den wichtigen Flüssigkeitshaushalt - wir bestehen nun einmal aus 80% Wasser - zuständig. Die Doshas steuern die Zusammensetzung der Atome und Moleküle im Körper sowie die Organfunktion. Grundsätzlich ist das Zusammenspiel der Doshas auch verantwortlich für die Individualität und Einmaligkeit eines jeden Menschen. Und letztlich entscheidet es über Gesundheit und Kranksein. Alle Vorgänge im Körper lassen sich mit dem jeweiligen "Mix" der drei Doshas beschreiben, deswegen können den Doshas auch alle Krankheiten zugeordnet werden, seien sie auch noch so unterschiedlich. Gleichgültig ist es dabei, ob sie nach schulmedizinischer Auffassung als psychisch oder körperlich eingestuft werden. Ein Mensch ist vollkommen gesund, wenn seine Doshas im Gleichgewicht sind. Dann sind die Ausscheidungen normal, das Verdauungsfeuer gut geregelt, das Gewebe gut durchblutet und das Selbst des Menschen so wie Sinne und Geist in einem harmonischen Zustand. Das erwünschte Dosha-Gleichgewicht wird allerdings gestört durch: falsche Verhaltensweisen, zu wenig Schlaf, durch Ängste, falsche Ernährung, Streß und sogar durch Klima und Wetter.

Ayurvedische Ernährung
Um die Störungen im Dosha-System charakterisieren zu können, muß man die einzelnen Dosha-Eigenschaften kennen. Vata steht für schnell, beweglich, kalt, rauh, trocken. Pitta kennzeichnet dagegen heiße, scharfe, leichte, saure und schwach ölige Verhältnisse. Und Kapha bedeutet schwer, süß, ölig, langsam, kalt, beständig, klebrig und sanft. Am Beispiel einer chronischen Nebenhöhlenentzündung: Der auftretende Schleim entspricht Lehm. Und Lehm ist Wasser und Erde, er ist schwer, beständig. Hier liegt also eine Kapha-Störung vor, ein Übermaß an Kapha existiert.

Der VATA Typ
Vata ist verantwortlich für die Bewegung. Es steuert Atem, sowie alle Nervenimpulse. Menschen, bei denen der Vata-Einfluß dominant ist, haben einen leichten Körperbau, geringes Gewicht, oft schmale Schultern oder Hüften. Adern, Sehnen und Gelenke treten deutlich hervor. Vata-Personen nehmen schwer zu und haben einen unregelmäßigen Appetit. Ein Vata-Mensch ist flexibel, anpassungsfähig, begeisterungsfähig, seine Grundstimmung ist heiter. Er handelt schnell, ist sprunghaft und neigt zu Vergesslichkeit. Vata-Menschen haben eine Abneigung gegen Lärm. Sie reagieren heftig auf Klänge und Kälte. Sie sind lebhaft, sprudelnd, phantasievoll und gesprächig. Sie fühlen sich wohl in der Hitze, essen gern heiß und sind durch kalte Nahrung unbefriedigt.

Der PITTA Typ
Pitta ist verantwortlich für Stoffwechsel, Körperwärme und Verdauung. Es steuert Sehschärfe und Intellekt. Pitta-Typen haben einen gut funktionierenden Stoffwechsel, einen schlanken und muskulösen Körperbau von mittlerer Statur und den Drang zu körperlicher Bewegung. Der Pitta-Typ hat einen regen Geist, eine präzise und deutliche Sprache und einen scharfen Intellekt. Das Haar ist oft rötlich, frühzeitig ergraut. Beim männlichen Pitta-Typen ist häufig vorzeitiger Haarausfall zu bemerken. Unter Streß neigt der Pitta-Mensch zu Zornesausbrüchen und Gereiztheit. Pittas sind unternehmungslustig, ehrgeizig, erfinderisch, ihre Grundstimmung ist fröhlich. Sie lieben die Ordnung, sind entscheidungsfreudig und gutmütig. Pitta-Typen müssen regelmäßig essen und trinken und haben eine gute Verdauung.

Der KAPHA Typ
Kapha bewirkt Beständigkeit und Stabilität. Es hält die verschiedenen Körperstrukturen zusammen, fördert Masse, Gewicht, Widerstandskraft und Fruchtbarkeit. Kapha-Typen sind erdverbunden, verlassen sich auf ihre Körperempfindungen. Sie haben viel Ausdauer, ihnen tut körperliche Arbeit gut. Geduld, Seelenstärke und Sanftmut bezeichnet den Kapha-Typus. Der Körperbau ist sehr stabil, muskulös und weiblich. Aus dem Lot geratene Kapha-Menschen neigen zu Fettansatz, insbesondere an Beinen und Po. Kapha-Typen zeichnen sich durch Ausdauer und Stärke aus. Sie machen alles mit Bedacht, sind allerdings auch etwas langsam. Sie haben starkes Selbstvertrauen und lassen sich nur schwer aus der Ruhe bringen. Manchmal erscheinen sie lethargisch. Doch sie sind auch geduldig und liebenswürdig. Großzügigkeit zeichnet sie ebenso aus wie Verläßlichkeit.



Letzte Änderung: 26. Feb. 2003 14:37
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