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 Skitouren im Bregenzerwald
Im Herzen Europas, zwischen den Zentralalpen im Süden und dem Alpenvorland im Norden eingebettet liegt als westlichstes Bundesland Österreichs das Land Vorarlberg. Von der Hauptstadt Bregenz, am Ufer des Bodensees gelangt man über die B200 in den Bregenzer Wald. Ein Skisportparadies im Winter und ein wunderschönes Wanderziel im Sommer.

Durch die günstige Lage am Nordrand der Alpen ist der Schneereichtum dieser Täler und Berge ein wichtiger Faktor, der es dem Wintersportler ermöglicht seiner Leidenschaft bis ins späte Frühjahr hinein nachzugehen. Abgerundet wird das Landschaftliche Erscheinungsbild durch die überall anzutreffende charakteristische Architektur der Bregenzer Wälder Häuser.

Hauptort des Bregenzer Waldes ist Bezau, wo auch wohl der erste Schitourengeher Vorarlbergs zuhause ist. Oder ist er gar der erste Schitourengeher der Welt. Damals wie heute übt das gehen in den winterlichen Bergen einen staken Reiz aus, anders als im Sommer herrscht im Winter absolute Stille am Berg. Kein Wasserrauschen, keine Kuhglocken. Man hört nur das den Wind und die Schritte. So führt die erste Tour gleich hoch hinaus auf den Heidenkopf. Von Balderschwang aus gelangt man über abwechselnd steiles Gelände zur Socheralpe und weiter zur unteren Balderschwanger Alpe. Von dort aus führt der Weg weiter steil empor, bis man nach guten zwei Stunden den Gipfel erreicht.

Nach 700 Höhenmetern ist der Gipfelgrat erreicht. Durch die ständige Arbeit des Windes sind manche Gipfel auch mitten im Winter Schneefrei und so können die letzten Meter ohne Aufstiegshilfen bewältigt werden. Durch die günstige Lage des Berges kann man tief in die Berge des Bregenzer Waides hineinschauen, und bei klarer sicht führt einem der Blick bis in die Berge der Schweiz. Ist dies die eine Belohnung, so erwartet einem gleich die Nächste...

Unberührte Hänge laden ein, die Spur in sie zu zeichnen und in schwungvoller Fahrt genießt man, was durch den Aufstieg erarbeitet wurde. Mit der heutigen modernen Schitechnik ausgerüstet führt die nächst Tour auf den Klippern. Mit 2 066 Metern einer der höheren Gipfel des Bregenzer Waldes. 840 Höhenmeter gilt es zu überwinden, ehe einer der schönsten Berge des Bregenzer Waldes erklommen ist. Nach ungefähr der Hälfte der Gehzeit erreicht man die Mitteerargenalpe. Idylle pur. Wenn ein Platz zum rasten und jausen einlädt dann dieser. Eingebettet in schöne Berge und Unmengen von Schnee bietet diese Hütte den idealen Ort, um wieder Kräfte für den weiteren Aufstieg zu tanken. Aufs Essen und Trinken darf während einer längeren Schitour nicht vergessen werden, denn auch wenn der Aufstieg nicht sonderlich anstrengend ist, so werden doch viele Kalorien verbrannt, die dem Körper wieder zugeführt werden müssen. Bei so schönem Wetter wie diesem darf auch nicht auf den Sonnenschutz vergessen werden. Durch die Reflexion des Schnees und der subjektiv kühl empfundenen Luft hat man sich einen Sonnenbrand schneller eingefangen als einem lieb ist und Sonnenbrillen sehen nicht nur cool aus, sie schützen auch vor Schneeblindheit.

Über eine weiter Steilstufe gelangt man auf das Gipfeldach des Klippern und von dort aus weiter bequem auf den Gipfel. Eine Rarität ist der Ausblick von diesem Berg. Bis zum 40 km weit entfernten Bodensee reicht die Aussicht. Ebenfalls von diesem Gipfel sieht man Steil hinab in auf den Ort Schoppernau, wo die kulinarische Spezialität des Bregenzer Waldes hergestellt wird.

Wie so oft im Leben wurde das Interesse am Käsemachen bei Günther Mucksl bereits sehr früh in seiner Kindheit geweckt. Der Tag beginnt sehr früh. Um 6 Uhr morgens, wenn die Bauern die frische Milch bringen, arbeitet Gunther Mucksl bereits. Die Milch wird auf 31 Grad erhitzt und durch Zugabe von Laab zur Gerinnung gebracht. Befeuert werden die Kessel noch mit Holz. Die geronnene Milch wird mit einer Harfe verschnitten. Durch ständiges rühren bricht die Milch dann zu Kirschkerngroßen Körnern, die an Hüttenkäse erinnern. Dann wird die Temperatur langsam auf 51 Grad erhöht. Dadurch, dass der gesamte Bregenzer Wald Silosperrgebiet ist, das heißt, dass die Fütterung mit Silofutter im Bregenzerwald verboten ist, entstehen erst die optimalen Vorraussetzungen für eine erfolgreiche, und qualitativ Hochwertige Käsewirtschaft.

Die Fütterung mit Heu und die Kräutermischung in den Wiesen der Almen machen den Käse aus dem Bregenzer Wald zu etwas besonderem. Nach ca. 40 min kann dann die Trennung von Käse und Molke beginnen. Mit einem Tuch wird der Käse aus dem Kessel geholt und in einer Presse von der restlichen Molke getrennt. Trotz des täglich gleichen Arbeitsablaufes ist für einen Kenner wie Günther Mucksl jeder Käselaib dennoch verschieden. Unterschiede zwischen den Kräutergemischen im Futter und der Wandel der Vegetation in den Verschiedenen Jahreszeiten werden von ihm auch geschmacklich im Käse registriert. So ist jeder Käse in seinem Aroma und Konsistenz ein Einzelstück. Zudem kommt jedem Käse die volle Aufmerksamkeit des Senners zu. Handarbeit bis zum letzten Arbeitsschritt. - Der Lagerung.

Der durch die Pressung entstandene Laib wird in ein Salzbad gelegt und in einem Keller mit genau abgestimmter Temperatur und Luftfeuchtigkeit zur Reifung gebracht. Zwischen 3 und 8 Monaten lagert der Käse. Je länger er lagert, desto würziger Schmeckt er. Direkt Über der Sennerei in Schoppernau liegt hinter waldigen Berghängen versteckt unser nächstes Tourenziel. Der Toblermannskopf. Durch steile Laubwälder führt die Route. 1100 Höhenmeter gilt es zu überwinden. In 3 ½ Stunden wird es geschafft sein Der Laubwald wird alsbald durch Fichten und Tannen abgelöst, die durch ihre Beschaffenheit bis hoch hinauf in die Berge klettern können, wo sie dann von Lärchen und Kiefern ihrerseits abgelöst werden.

Dank seiner guten Struktur erfreut sich der Toblermannskopf immer größerer Beliebtheit bei Tourengehern. Gestatten seine gut geneigten Hänge eine genussvolle Abfahrt über die Almen bis ins 1100 Meter tiefergelegene Tal. Dass die Ernährung bei Körperlichen Dauerbelastungen eine wesentliche Rolle spielt wurde schon erwähnt. Zu diesem Thema lassen wir einen Mann zu Wort kommen. DEN Spezialisten auf diesem Gebiet.

Wir verlassen kurz das Schibergsteigen und widmen uns einer Sportart, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Unsere Tour führt direkt von Sibratsgfäll über hügeliges Gelände, durch Märchenwälder und wildromantische Klammen nach Schönenberg, einer kleinen, idyllischen Ortschaft, die im Winter oftmals nur mit Schneeschuhen erreichbar ist. Nach ca. 2 Stunden Gehzeit ist das Ziel erreicht. Ist die Dämmerung bereits hereingebrochen taucht die blaue Stunde die Landschaft in tiefes Blau. Zeit, sich langsam auf die wartende Belohnung einzustimmen. Einer weiteren Käsespezialität aus dem Bregenzer Wald.

Der Käse ist im Bregenzer Wald einer der bedeutenden Wirtschaftsfaktoren. So entstand auch dort einzigartig in ihrer Philosophie, die Bregenzer Wälder Käsestraße. Quer durch den Bregenzer Wald führend prägen die Statuten der Käsestraße die Speisekarten in Gasthöfen und Wirtshäusern. So muß zum Beispiel jeder Gastbetrieb mindestens 3 warme Speisen anbieten, die Käse enthalten. So entstanden ist eine große Vielfalt an Käsegerichten die Käsekenneraugen zum leuchten bringen. Eine dieser Köstlichkeiten sind die Käseknöpfle. Heiß serviert in einer Holzschüssel, der Gepse. Zusammen mit gebackenen Zwiebeln und Salat eine Gaumenfreude sondergleichen.

Dass die Berge auch bei scheinbar unwirtlicher Witterung einen unwiderstehlichen Reiz ausüben können, wird bei der nächsten und letzten unserer Touren sichtbar. Natürlich kann man sich bei solcher Witterung nur mit optimaler Ausrüstung und guter Kondition auf so hohe Gipfel wie den S iplingerkopf wagen.

Über steiles Gelände führt der Weg nach 2 ½ Stunden auf den oft abgewehten Gipfel, und oft wird die Natur, ihre Schönheit und Faszination einem erst so richtig bewusst, wenn sie ihre Kräfte Spielen lässt, und man merkt, dass man selbst eigentlich nur ein Gast ist in einer Welt, die in den alten Geschichten nur den Göttern vorbehalten war.

Letzte Änderung: 13. Mär. 2008 10:48
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