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 Aminosäuren - Teil 7

Leistungssteigerung durch Aminosäuren, was steckt dahinter

Wenn Sie in Ihr Auto steigen und Gas geben, beginnt der Motor, Treibstoff zu verbrennen. Er setzt mit der Energie, die durch den Verbrennungsprozess frei wird, ihr Fahrzeug in Bewegung. Ihr Organismus arbeitet ähnlich. Der Treibstoff besteht in diesem Fall allerdings aus mehreren Komponenten.

Vorteil unseres Körpers gegenüber dem Auto ist, dass er mehrere Sprittanks mit unterschiedlichen Treibstoffen zur Verfügung hat. Die ersten beiden Sorten Sprit, das so genannte ATP und Kreatinphosphat reichen gerade aus, um den Muskeln genügend Energie für Sprintstrecken zu liefern. Für den Ausdauersport stehen dem Körper Kohlenhydratspeicher, Fettdepots und Aminosäuren zur Verfügung. Die Kohlenhydratreserven sind in Muskelgewebe und in der Leber angelegt. Ziel eines jeden Ausdauersportler ist es, dem Körper genügend Sauerstoff zur Verfügung zu stellen, da dadurch die Kohlenhydratspeicher geschont werden.

Die Kohlenhydrate werden auch für Zwischen- oder Endspurts gebraucht. Daher die alte Regel, so zu laufen, dass man nicht außer Atem kommt und noch reden kann. Überdies entsteht bei zu wenig Sauerstoff Laktat, das leistungsmindernd wirken kann. Gehen die Kohlenhydratspeicher zu Ende, dann besitzt der Körper noch den fast unbegrenzt großen Fettspeicher. Für die Energiegewinnung aus den Fettdepots benötigt der Körper genügend Sauerstoff. Die Energiegewinnung aus Körperfett verläuft sehr langsam.

Somit muss der Organismus auf einen weiteren Brennstoff zurückgreifen und das sind die Aminosäuren. Sie liefern sehr rasch Energie. Allerdings existieren für Aminosäuren keine Speicher. Daher geht es ans Eingemachte: Aminosäuren werden aus den großen Reservoirs gewonnen: Das sind Muskelgewebe, das Hämoglobin im Blut und die für die Abwehrkraft notwendigen Immunglobuline. Die Leistungssteigerung, die man mit Aminosäuren erzielen kann, geht also auf Kosten von Muskelgewebe, des für den Sauerstoff notwendigen Hämoglobins und der Immunabwehr. Dieser negative Effekt lässt sich durch eine optimierte Substitution mit Aminosäuren vermeiden. Durch eine regelmäßige Verwendung während der Vorbereitungsphase lassen sich auch die Trainingseinheiten verlängern und die Regenerationsphasen verbessern.

Dabei sollte die Einnahme einer individualisierten Zusammensetzung einem Fixpräparat vorgezogen werden. Die Dosierungen vor einer Trainingseinheit und unmittelbar danach führen zu einer Verbesserung der Leistung. Während der Trainingsphase sollte man die Verträglichkeit einer Einnahme eines Getränks, in dem Aminosäuren und Kohlenhydrate gelöst sind, während eines Laufs testen. Bei guter Verträglichkeit sollte die Einnahme währen des Marathons am besten zwischen Kilometer 20 und 30 erfolgen. Damit kann man den häufig zitierten „Mann mit dem Hammer“ oder die „Mauer“, die dem Läufer ungefähr bei Kilometer 30 begegnen, vermeiden. Dies ist nämlich ein Zeichen, dass zu diesem Zeitpunkt die Kohlenhydratspeicher komplett entleert sind. Die Aminosäuren erhöhen die Muskelmasse und verbessern dadurch auch die Speicherung von Kohlenhydraten im Muskelgewebe.

Mit einem optimierten Aminosäurengemisch kann man also dem Organismus genügend Energie zur Leistungssteigerung zur Verfügung stellen.

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Spona


 



Letzte Änderung: 12. Apr. 2006 09:09
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